Bislang waren die Auswirkungen der Finanz-Krise im Mobilfunkbereich noch nicht so gravierend angekommen wie man es in den Medien aus anderen Bereichen der Industrie hört. Trotzdem wird 2009 insbesondere für die Handyhersteller kein ganz so gutes Jahr werden.
Der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM) geht davon aus, dass die Verkaufszahlen 2009 im Handybereich in Deutschland um etwa 5 Prozent zurückgehen werden. Im Jahr 2008 waren noch über 28 Millionen Modelle über den Ladentisch gegangen. 2009 werden es nur noch knapp 26.3 Millionen Geräte sein.
Verbraucher wird es freuen, denn ein schrumpfender Markt sorgt in der Regel dafür, dass die Anbieter um die verbliebenen Kunden härter kämpfen. Tritt die BITKOM Prognose ein dürfte es also in naher Zukunft noch mehr Sonderangebote und Aktionen im Handybereich geben. Im Bereich der Prepaid Handys werden jetzt bereits einige Anbieter aktiv. Gerade die Discounter hatten in der Regel fast ausschließlich Simonly-Karten im Angebot, mittlerweile starten aber immer mehr Anbieter mit eigenen Handys. Erst Ende Mai hatte Maxxim einen eigenen Handyshop gestartet, Congstar bietet bereits seit Ende 2008 eigene Prepaid Handys an. Aber auch im Highend-Bereich bleiben die Hersteller nicht untätig. Sony Ericsson hat jüngst erst einen Blick auf die kommenden Multimedia Flaggschiffe Satio und Aino erlaubt.
Für das Jahr 2010 rechnet der Branchenverband im übrigen wieder mit einem deutlichen Wachstum des Handymarktes in Deutschland. Dann soll die Zahl der verkauften Geräte schon wieder auf knapp 27 Millionen ansteigen. Insgesamt scheint ein Ende des Wachstums im Mobilfunk- und Handybereich damit nach wie vor nicht in Sicht. Im Gegenteil: Die Branche hat durchaus gute Chancen als einer der wenigen Sektoren gestärkt aus der Krise hervorzugehen.





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