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Handystrahlung – was kann man noch glauben?

Handystrahlung – erbgutschädigend, krebserregend oder harmlos? Mittlerweile ist es für Verbraucher kaum noch möglich in dem Wust aus Studien und Berichten zu gefälschten Studien den Überblick zu behalten.

Erst vor wenigen Tagen berichtete der Spiegel über offenbar gefälschte Studien an der Medizinischen Universität Wien. Dort waren in den Jahren 2005 und 2008 Studien veröffentlicht worden, die bereits bei geringen Dosen Strahlung von Mobilgeräten Brüche im Ergbut diagnostizierten. Diese Studien basierten aber wohl auf frei erfundenen Daten. Der Spiegel schreibt dazu:

In Wahrheit hat eine Labortechnikerin die Daten einfach erfunden. Das ergab die Untersuchung einer von der Universität eingesetzten Kommission.

Beim ORF liest sich das Ganze wesentlich differenzierter. Dort wird von „gravierenden Verdachtsmomenten“ gesprochen. DIe Autoren der Studien verweisen dort eher auf die mangelnde Objektivität der Komission die beide Studien nochmals untersucht hatte.

Auch bei anderen Studien, etwa zu Schlafstörungen im Zusammenhang mit Handynutzung, gab es methodische Einwände oder die Ergebnisse konnten nicht repoduziert werden.

Was kann man als Verbraucher also noch glauben?

Derzeit befassen sich die meisten Studien mit der Kurzzeitwirkung von Handystrahlung, einfach weil die Technik noch zu neu ist um längerfristige Auswirkungen erfassen zu können. Bei den meisten Studien gab es keinerlei negative Auswirkungen in diesem Bereich.  So kommt eine der größten Studien zu diesem Thema vom britischen Institut Mobile Telecommunications and Health Research (MTHR) zu dem Schluss, dass

Eine kurzzeitige Handy-Nutzung verursache demnach keine Hirntumore und allgemein sollen die Hirnfunktionen durch die Mobilfunkwellen nicht beeinträchtigt werden.

Demnach leidet die Gesundheit durch Handy-Nutzung nicht.

Nicht klar sind die langfristigen Auswirkungen von Handystrahlung. Hier könnte es durchaus andere Befunde geben, bisher gibt es aber noch keine Anzeichen, dass dem so wäre.

Was allerdings nachgewiesen werden konnte: Handys und deren Ausstrahlung reizen die Teile der Hirnrinde die dem Handy am nächsten sind. Was diese Reizungen allerdings für Auswirkungen haben ist nicht klar. Durchaus denkbar, dass hier ein ganz normaler Vorgang abläuft der keinerlei negative Auswirkungen hat.

Eine vollständige Entwarungen zu dem Thema kann man also noch nicht geben, insbesondere im Lnagzeitbereich fehlen einfach die entsprechenden Daten. Gravierende kurzfristige Schädigungen durch das Telefonieren gibt es allerdings nicht. Am besten fährt man also auch beim Telefonieren nach dem alten Motto: Alles in Maßen. Das schont immerhin auch den Geldbeutel.




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