In den JIM-Studien (Jugend, Information und (Multi-)Media) wird seit 1998 der Umgang der Jugendlichen mit Medien untersucht und festgehalten. In der aktuellen Studie von 2008 wurden dazu 1204 Jugendliche im Alter von 12 bis 19 Jahren nach ihren Mediengewohnheiten befragt.
Dabei wurde ermittelt, dass faktisch jeder Jugendlich mittlerweile ein Handy besitzt. 95 Prozent der Befragten gaben an ein solches Gerät zu besitzen. Danach kommen in erster Linie Geräte zum Musikhören: MP3-Player, Radio und CD-Player lagen mit 86-76 Prozent auf den Plätzen 2-4.
Damit hat sich die Verbreitung solcher Geräte enorm gesteigert. zum Start der Studienreihe im jahr 2008 besaßen gerade einmal 8 Prozent der Jugendlichen ein eigenes Handy.
Bei der Nutzung zeichnen sich ähnlich hohe Werte ab. 84 Prozent der Jugendlichen gaben an das Handy täglich oder zumindest mehrmals in der Woche zu nutzen. Hier gab es einen deutliche Unterschied zwischen den Geschlechtern. Während Mädchen hier zu 91 Prozent eine häufige Nutzung angaben waren es bei den Jungen nur 78 Prozent – ein Unterschied von immerhin 14 Prozent.
Nach Alter aufgeteilt steigt der Anteil der häufigen Nutzung mit dem Alter an. Während bei den 12-13 Jähringen nur 74 Prozent das Handy täglich bzw. mehrmals die Wochen nutzen sind es bei den 18-19 Jährigen bereits 90 Prozent.
Das Handy ist also innerhalb von knapp 10 Jahren im Bereich der Heranwanchsenden zu einem universellen Begleiter geworden. Das stellt sowohl an die Jugendlichen, aber auch an die Eltern neue Anforderungen denn auch der sichere Umgang mit dem Handy will gelernt bzw. gelehrt sein. Dabei ist es häufig so, dass die Jugendlichen in der Nutzung der neueren Medien weiter vorangeschritten sind als die Eltern – ein Kontrolle auf problematische Inhalte oder übermäßige Nutzung fällt damit eher schwer.
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