Prepaid-Handys mit zu laschen Kontrollen

Viele Kunden von Prepaid-Discountern wundern sich, warum sie trotz Prepaid-Abrechnung ihre Karten beim Anbieter registrieren müssen. Grund dafür ist eine gestzliche Regelung wonach keine anonymen Simkarten verkauft werden dürfen. Damit will der Gesetzgeber eventuellen Straftaten mit anonymen Handykarten zuvorkommen und auch verhindern, dass Fake- oder Werbeanrufe von unbekannten Karten aus vorgenommen werden.

Aus diesem Grund haben alle Discounter eine Registrierung von Karten eingeführt bei dem die wichtigsten Daten des Karteninhabers wie der Name und die Adresse abgefragt werden. Allerdings hat die Computerzeitschrift c’t (Ausgabe 5/2010) in ihrer neusten Ausgabe bei Tests herausgefunden, dass viele Anbieter die Registrierung eher nachlässig prüfen.

So konnten Redakteure der Zeitschrift in verschiedenen Geschäften Simkarten kaufen ohne dabei den Ausweis vorzeigen zu müssen. Registrierungsdaten wurden dabei also ohne Nachweis übernommen – rein theoretisch hätten man die Karte also auch auf den Namen des Nachbarn oder eines Prominenten registrieren können.

Auch bei den Online-Regsirterungsformularen gab es Lücken. So war es häufig möglich, Karten mit frei erfundenen Namen zu registrieren oder fremde Personen anzumelden. Eine Prüfung schien nur selten stattzufinden. Betroffen davon waren unter anderem Geschäfte von Aldi, Lidl, Netto, Penny, Rewe, Saturn und Mediamarkt.

Identitäsdiebstahl oder schlicht anonymen Telefonterror wären so Tür und Tor geöffnet.




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