Die Zahl der Prepaid Surfstick im Speziellen und der Surfstick allgemein auf dem deutschen Mobilfunk-Markt hat in den letzten Jahren eher abgenommen. Viele kleine Anbieter haben die Dienst einstellt und auch oft haben auch große Marken Surfsticks aus dem Programm genommen. Angebote direkt mit Tarif findet man daher immer seltener.
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Ganz konkret haben zum Beispiel der RTL Surfstick oder auch der Pro7 Surfstick den Dienst eingestellt und auch bei Vodafone und der Telekom findet man mittlerweile keine Prepaid Surfsticks mehr (auch wenn es noch Datenkarten gibt und die bestehenden Surfstick weiter genutzt werden können).
Mittlerweile gibt es aber eine Alternative zu den bekannten Surfstick: Homespot. Das sind mobile WLAN Router, mit denen man sich mit dem Internet über das Mobilfunk-Netz verbindet und die dann ein WLAN zur Verfügung stellen, in das man sich mit Handys, Tablets oder anderen Geräten einwählen kann. Im Gegensatz zu einem Surfstick muss man die Homespot nicht extra an einem Gerät installieren oder einrichten. Sie arbeiten autark (benötigen in der Regel nur eine Steckdose) und es gibt daher keine Probleme mit Treibern oder Software-Versionen. Einzige Einschränkung ist, dass sich die Endgeräte ins WLAN einwählen müssen. Ein Wifi-Zugang muss daher vorhanden sein, aber das ist mittlerweile bei fast allen Handys und Smartphones der Fall.
Bei homespots.de schreibt man zu Vorteilen eines Homespot:
- kabelunabhängiges Internet, auch dort, wo Telekom und andere Anbieter kein schnelles Netz anbieten
- Internet-Zugang direkt über einen WLAN Hotspot mit so vielen Geräten wie man möchte
- einfache Installation, oft reicht es, den Homespot ans Stromnetz anzuschließen
- teilweise mit mehr Datenvolumen und mehr Speed als normale Handytarife
Diese Punkt fand man bisher auch bei den Surfstick und daher sind Homespot eine durchaus interessante Alternative zu den immer weniger werdenden Angeboten in diesem Bereich.
Homespots im Prepaid Bereich
Leider gibt es im Prepaid Bereich bisher wenige Alternativen, was Homespot betrifft. ALDI hat als einer der ersten Anbieter in diesem Bereich einen vollwertigen Homespot auf den Markt gebracht.
Der ALDI TALK Prepaid Homespot (offiziell vermarktet im Rahmen von ALDI TALK für Zuhause mit den „Home & Go“-Tarifen) ist eine flexible, vertragsfreie Internetlösung für die eigenen vier Wände oder für unterwegs. Da es sich um ein Prepaid-Produkt handelt, behält der Nutzer jederzeit die volle Kostenkontrolle und bleibt maximal ungebunden. Je nach aktuellem Angebot und Bedarf bietet ALDI TALK verschiedene Router-Modelle an, die mit einer Daten-SIM betrieben werden:
- Stationärer 5G-Router (z.B. CPE 5S): Konzipiert als echter DSL-Ersatz für das Heimnetzwerk. Er unterstützt den modernen 5G-Standard, bietet rasante Übertragungsraten und kann bis zu 128 Geräte gleichzeitig ins WLAN einbinden.
- Mobile LTE-Router (z.B. von ZTE oder TP-Link): Diese kompakten, Akku-betriebenen Geräte passen in die Hosentasche. Sie eignen sich ideal für Camper, Urlaube oder den Garten. Sie unterstützen 4G/LTE und versorgen je nach Modell 10 bis 32 Nutzer mit Internet.
Die speziell für die Router konzipierten Datentarife bieten viel Volumen zu einem fairen Preis und laufen jeweils für 4 Wochen. Sie verlängern sich nur dann automatisch, wenn genügend Guthaben vorhanden ist:
| Tarifoption | Datenvolumen | Geschwindigkeit | Preis (pro 4 Wochen) |
| Home & Go S | 150 GB (inkl. 5G) | Bis zu 100 Mbit/s | 19,99 € |
| Home & Go L | 300 GB (inkl. 5G) | Bis zu 100 Mbit/s | 29,99 € |
Hinweis zur Nutzung: Die Tarife sind nicht ortsgebunden. Im Gegensatz zu manchen Homespot-Angeboten anderer Anbieter, die auf eine feste Adresse beschränkt sind, können die „Home & Go“-Tarife von ALDI TALK deutschland- und EU-weit genutzt werden.
Die Vorteile auf einen Blick
- Keine Vertragsbindung: Keine Laufzeit von 24 Monaten – der Tarif kann alle vier Wochen gewechselt, pausiert oder abbestellt werden.
- Kein Techniker nötig: Die Einrichtung ist denkbar einfach (Plug & Play). Es muss kein Techniker kommen und man muss nicht auf einen Anschalttermin warten.
- Volle Kostenkontrolle: Da es sich um Prepaid handelt, kann keine böse Überraschung auf der Rechnung auftauchen.
Update: Mittlerweile gibt es mobilen WLAN Router auch auf Prepaid Basis, beispielsweise den O2 Mini Homespot oder die LIDL Hotspot Angebote. Man hat dort zwar weniger Datenvolumen, dafür aber die Flexibilität einer Prepaid Sim Karte.
Die Aufladung des Ortel Homespot im Video
Dazu kommen noch zwei Angebote, die durchaus nah an Prepaid Angebote heran kommen:
- Vodafone GigaCube Flex: Der GigaCube in der Flex-Variante wird zwar auf Rechnung abgerechnet, hat allerdings eine interessant Funktion – eine Rechnung gibt es nur, wenn auch Daten übertragen wurden. Konkret heißt das, man zahlt nur, wenn man den GigaCube auch nutzt. Wer also den Winter über die Homespot nicht braucht, kann ihn still legen und dann entstehen auch keine Kosten. Das ist sehr nah am Prepaid Prinzip. Allerdings sollte man wirklich sicher stellen, dass wirklich keine Daten übertragen werden (auch nicht automatisch). Im besten Fall schaltet man den GigaCube daher komplett ab und trennt auch die Stromversorgung für den Zeitraum, in den man ihn nicht nutzen möchte.
- Congstar Homespot: Der Congstar Homespot kommt ebenfalls mit einer monatlichen Rechnung und ist damit keine Prepaid Homespot. Man kann diesen Homespot aber in allen Tarifen auch mit einer kurzen Laufzeit von nur einem Monat buchen und bleibt damit ähnlich flexibel, wie man es von Prepaidkarten gewohnt ist. Daher ist der Congstar Homespot durchaus eine Alternative zu den Prepaid Angeboten.
Mit beiden Anbieter kann man also bestimmte Prepaid-Vorteile bekommen, ohne das es tatsächliche Prepaid Angebote sind. Allerdings gibt es bei keinem der beiden Tarife die Kostenkontrolle: dank Rechnung kann also auch dann abgebucht werden, wenn man es gar nicht möchte. Das wäre bei Prepaid nicht möglich, hier muss immer aufgeladen werden bzw. genug Guthaben vorhanden sein, damit man mit dem Homespot surfen kann.
Telekom Speedbox – Flexibel Datenvolumen zum Homespot buchen
Der MagentaMobil Speedbox Flex Tarif der Telekom ist ein flexibler Internet-Tarif, der ohne Vertragsbindung und monatliche Grundgebühr auskommt.
Stattdessen zahlen Sie nur für die Daten, die Sie tatsächlich nutzen:
- 100 GB Datenvolumen für 44,95 €: Dieses Datenpaket ist 31 Tage lang gültig.
- Zusätzliche Datenpakete: Sie können jederzeit weitere Datenpakete mit 100 GB für 44,95 € zubuchen.
Das klingt wie Prepaid, wird aber mit einer monatlichen Rechnung abgebucht. Man zahlt daher per Bankeinzug, kann aber immer nur dann Datenvolumen buchen, wenn man es braucht. Leider gibt es zur Speedbox Flex keine 5G Verbindungen. Man nutzt die Sim also immer nur im LTE/4G Bereich und hat daher keine Möglichkeit die richtig hohen Geschwindigkeiten mit dem Cube zu nutzen.
Ideal für:
- Saisonale Nutzung: Zweitwohnungen, Ferienhäuser, Boote
- Kurzzeitbedarf: Messebesuche, Festivals, Urlaube im Ausland
- Geringes Datenvolumen: Wenignutzer, Gelegenheitsnutzer
Vorteile:
- Flexibilität: Keine Vertragsbindung, keine Grundgebühr, nur Datenpakete nach Bedarf
- Kostentransparenz: Sie zahlen nur für das, was Sie nutzen
- Schnelle Verfügbarkeit: Die Speedbox Flex ist sofort einsatzbereit
- Mobiler Einsatz: Internetzugang an jedem Ort mit LTE-Empfang
Nachteile:
- Höherer Preis pro GB im Vergleich zu Vertragstarifen: 44,95 € pro 100 GB
- Kein unbegrenztes Datenvolumen: Begrenzt auf 100 GB pro Datenpaket
- Kein 5G: Die Speedbox Flex unterstützt nur LTE
Alternative Tarife:
- MagentaMobil Speedbox S: 100 GB Datenvolumen für 39,95 € monatlich (Vertragslaufzeit 24 Monate)
- MagentaMobil Speedbox M: 200 GB Datenvolumen für 54,95 € monatlich (Vertragslaufzeit 24 Monate)
- MagentaMobil Speedbox L: 400 GB Datenvolumen für 74,95 € monatlich (Vertragslaufzeit 24 Monate)

ALDI WLAN Hotspot mit Prepaid Karte
Der ALDI WLAN Hotspot ist ein mobiler WLAN-Router, der von ALDI TALK in Zusammenarbeit mit Media Markt angeboten wird. Der Hotspot ermöglicht es Ihnen, unterwegs im Internet zu surfen, ohne dass Sie Ihr Smartphone-Datenvolumen verbrauchen.
Technische Daten:
- Datenvolumen: 2 GB bis zu 10 GB per ALDI Sim Karte
- Geschwindigkeit: Bis zu 150 Mbit/s
- Geräteanzahl: Bis zu 15 Geräte gleichzeitig
- Netz: O2
Kosten:
- Starter-Set: 39,99 € (inkl. 2 GB Datenvolumen)
- Monatliche Gebühr: 3,99 € (für 2 GB Datenvolumen)
Vorteile:
- Günstig: Der ALDI WLAN Hotspot ist im Vergleich zu anderen mobilen WLAN-Routern relativ günstig.
- Flexibel: Sie können den Hotspot überallhin mitnehmen und nutzen.
- Einfach einzurichten: Der Hotspot ist einfach einzurichten und zu verwenden.
Nachteile:
- Geringes Datenvolumen: Das monatliche Datenvolumen von 2 GB ist relativ gering.
- Keine Vertragslaufzeit: Der ALDI WLAN Hotspot hat keine Mindestvertragslaufzeit. Sie können ihn jedoch jederzeit kündigen.
Der ALDI WLAN Hotspot ist eine gute Option für alle, die unterwegs günstig im Internet surfen möchten. Das Angebot ist besonders für Vielreisende und Pendler interessant, die nicht immer auf ihr Smartphone-Datenvolumen angewiesen sein möchten.
Homespots – Speed-Vergleich
Theoretisch hat derzeit Vodafone das schnellste Netz mit maximal 500MBit/s in Deutschland. Der Vodafone Gigacube kann aber leider nicht den vollen Speed nutzen und surft stattdessen nur mit maximal 200MBit/s. Daher ist rein nach der Technik derzeit der Homespot von O2 das schnellste Modell auf dem deutschen Markt.

Bei diesen Angaben sollte man allerdings im Hinterkopf behalten, dass dies nur die maximalen Angaben sind, die das Netz bzw. der Homespot theoretisch erreichen kann. In der Praxis liegen die tatsächlichen Geschwindigkeiten eher niedriger, da man sich die Funkzelle meistens mit anderen Nutzern teilen muss und auch nicht überall die maximalen Geschwindigkeiten zur Verfügung stehen. Im Zweifel lohnt es sich, einen mobilen Speedtest zu machen um zu prüfen, welche Geschwindigkeiten in der eigenen Region tatsächlich angeboten werden. Erfreulicherweise können aber derzeit alle Homespot LTE nutzen, auch wenn der Congstar Homespot schnelles LTE (mit mehr als 50MBit/s) leider nicht unterstützt, weil der Tarif dies nicht her gibt.
Video: Der O2 Homespot
Ich schreibe bereits seit 2006 rund um die Themen Prepaid, Mobilfunk und Kommunikation und begleite die Entwicklungen auf dem Markt seit dieser Zeit intensiv und durchaus auch kritisch: Preisanpassungen, neue Tarifstrukturen wie die Datenautomatik oder immer mehr Datenvolumen haben nicht nur Vorteile. Das Internet hat in diesem Segment viel verändert und ist zu einer wichtigen Informationsquellen geworden, die vielfach die Mobilfunk-Fachgeschäfte abgelöst hat. Sollte es Fragen oder Anmerkungen zum Artikel geben – gerne in den Kommentaren oder auch direkt in den soazialen Netzwerken. Mehr zu mir: Wer schreibt hier?
2 Kommentare zu „Prepaid Homespot statt Prepaid Surfstick – sind die neuen Tarife wirkliche Alternativen?“