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SIM-Karte

Alles Wissenswerte rund um Simkarten -Eine SIM-Karte (Subscriber Identity Module) ist eine kleine Chipkarte, die ein Handy benötigt, um sich ins Netz einwählen zu können. Sie ermöglicht es den Netzbetreibern, den Teilnehmer eindeutig zu identifizieren. Jede SIM-Karte hat ihre eigene einzigartige IMSI. Wer also einen Prepaid Tarif nutzen will, braucht zwingend eine passende Simkarte dazu – ganz egal ob man sich eine Prepaidkarte vom Netzbetreiber oder einen günstigen Tarif vom Discounter holt.

Welche Simkarten gibt es derzeit?

Derzeit gibt es auf dem Markt vier verschiedene Formen von Simkarten, die sich teilweise nur durch die Größe, aber auch durch andere Funktionen unterscheiden:

  • Mini-SIM: (teilweise auch unter der Bezeichung Klassik-SIM oder Standard-SIM zu finden) 25×15 Millimeter. Diese Karte ist die ursprüngliche Simkarte und findet vor allem in älteren Geräten noch ihren Platz
  • Micro-SIM: diese Karte ist die etwas kleinere Form der Mini-Simkarte und hat Abmessungen von 15×12 Millimetern. Diese Karte kommt beispielsweise imiPhone 4, iPhone 4s, Samsung Galaxy S3, Samsung Galaxy S4, Samsung Galaxy S4 mini, Samsung Galaxy S5 mini, Samsung Galaxy S5, Samsung Galaxy Note Edge, Samsung Galaxy Note 3, Samsung Galaxy Note 3, Sony Xperia™ M, Sony Xperia™ Z2, HTC One M7, HTC One mini, Nokia Lumia 630 sowie in einigen neueren Modellen zum Einsatz.
  • Nano-Sim: Diese Karte ist die derzeit kleinste Simkarte auf dem Markt und kommt auf Abmessungen von 8,8×12,3 Millimetern. Man findet sie beispielsweise in diesen Geräten: Samsung Galaxy S6, Samsung Galaxy S6 edge, Samsung Galaxy Alpha, Samsung Galaxy A3, Samsung Galaxy A5, Samsung Galaxy Gear S, iPad mini, iPad mini 2, iPad mini 3, iPad Air, iPhone 5c, iPhone 5s, iPhone 5, iPhone6, iPhone 6 plus, Amazon Fire Phone, HTC One M8, HTC One mini 2, HTC One M9, Sony Xperia™ Z3, Sony Xperia™ Z3 Compact, Nokia Lumia 830, Nokia Lumia 930
  • eSIM (eingebaute Simkarte): Dies ist die neuste Form der Simkarte und sie soll die anderen Angebote überflüssig machen. Diese Sim ist an sich auch gar keine Karte mehr, sondern ein fest verbauter Chip, der sich jeweils mit den Daten des passenden Anbieters programmieren lässt. Möchte man Congstar nutzen, werden Congstar Daten darauf gespielt, will man lieber einen Callya Tarif haben, kann man Callya Angebote darauf laden. Mittlerweile findet man auf dem Markt eine ganze Reihe von Tarifen und Verträgen mit eingebauten Simkarten (und die Zahl der Mobilfunk-Angebote wächst immer weiter). Dazu unterstützen mittlerweile auch viele Handys und Smartphones eSIM, so dass man davon ausgehen kann, dass früher oder später diese Technik die Plastik-Simkarten komplett ablösen wird. Mit Simquadrat gibt es auch den ersten echten eSIM Prepaid Anbieter.

Mini Sim, Micro Simkarte und die Nano-Sim sind dabei von den Funktionen gleich und unterscheiden sich in erster Linie durch die Größe der Karte. Die eSIM ist dagegen frei programmierbar, lässt sich allerdings nicht mehr aus den Geräten entfernen, sondern ist fest verbaut.

Welche Größe benötigt man?

Wenn man sich derzeit Simkarten neu bestellt (weil man einen neuen Tarif hat beispielsweise) bekommt man in der Regel einen Blister mit allen drei Kartengrößen zugeschickt. Auf diese Weise kann man sich die jeweils passende Simkartengröße für das eigene Handy aussuchen. Anders sieht es aus, wenn man sich ein neues Handy zulegt. Dann muss man oft auch eine andere Größe bei den Simkarten nutzen und das ist nicht immer ganz einfach.

Bei neuen Tarifen und Prepaid Sim ist das sehr einfach. Die Prepaid Anbieter verschicken Dreifach-Blister mit allen drei Simkarten-Formaten. Man kann sich da also sehr einfach die passende Größe herausdrücken und muss bei der Bestellung selbst nicht mehr auf die Simkarten-Größe achten – man bekommt ohnehin alle Formate.

Etwas problematischer wird es, wenn man bereits eine Simkarte hat und eine andere Größe benötigt (beispielsweise weil man ein neues Handy hat). Im einfachsten Fall kann man sich vom eigenen Anbieter eine Ersatzkarte mit dem passenden Format schicken lassen. Auch hier werden in der Regel normale Blister zugesandt, so dass man sehr einfach die passende Größe nutzen kann. Allerdings ist das oft mit zusätzlichen Kosten verbunden, die Anbieter berechnen für die Ausstellung einer Ersatzkarte 10 bis 20 Euro.

Günstiger wird es, wenn man selbst aktiv wird. Sind die Simkarten beispielsweise für das neue Handy zu klein, kann man sich einen Adapter kaufen. Dieser kostet etwa 3 bis 4 Euro und man kann dann die kleinere Simkarte über den Adapter in das größere Simkartenfach schieben. Ist die Simkarte dagegen zu groß, hilft ein Adapter nicht weiter. Hier kann man lediglich versuchen, die Sim selbst zurecht zu schneiden. Passende Schablonen dafür gibt es im Netz – es besteht aber immer die Gefahr, dass man die Sim zerstört, wenn man zu viel weg schneidet. Teilweise bieten auch die Mobilfunk-Shops passende Stanzen an, aber auch da wird oft eine kleine Gebühr berechnet.

Bei der eSIM gibt es diese Probleme nicht: diese kann auf alle Geräte geladen werden, die eSIM unterstützen. Allerdings haben noch nicht alle Anbieter eSIM integriert – man sollte also auch darauf achten, dass der neuen Wunschanbieter auch Prepaid Tarife mit eSIM anbietet (aktuell nur Telekom und Simquadrat).

Video: Simkarte selbst zuschneiden (auf eigene Gefahr)




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