Der EU-Tarif basiert auf der gesetzlichen Regelung, die eine Nutzung mobiler Endgeräte innerhalb der Europäischen Union und des Europäischen Wirtschaftsraums zu denselben Konditionen ermöglicht, die auch im jeweiligen Heimatland gelten. Diese Bestimmung stellt sicher, dass für Telefonate, den Versand von SMS sowie die Nutzung mobiler Daten im EU-Ausland grundsätzlich keine zusätzlichen Roaming-Gebühren erhoben werden.
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Eng verknüpft mit diesem Prinzip ist der Begriff „Roam like at home“. Diese Bezeichnung dient als Leitlinie für die länderübergreifende Mobilfunknutzung und besagt, dass die im Inland vereinbarten Tarifdetails eins zu eins auf den Aufenthalt im europäischen Ausland übertragen werden. Damit entfallen die früher üblichen Aufschläge für grenzüberschreitende Verbindungen innerhalb dieses Wirtschaftsraums, sodass eine nahtlose Kommunikation ohne finanzielle Mehrbelastung gewährleistet ist.
| Dienstleistung | Kondition | Hinweis |
| Ausgehende Anrufe | Inlandspreis | Gilt für Gespräche in alle EU-Netze. |
| Eingehende Anrufe | Kostenlos | Keine Gebühren für die Annahme von Gesprächen. |
| SMS-Versand | Inlandspreis | Kosten wie im heimischen Tarif. |
| Datennutzung | Inlandspreis | Ggf. Limitierung durch die „Fair Use Policy“. |
| Netzqualität | Identisch | Anbieter müssen (technisch möglich) z.B. 5G bieten. |
| Kosten-Airbag | 50 € (netto) | Automatische Sperre bei Datenkosten über 59,50 € (brutto). |
Diese Regelungen gelten für alle Prepaid Anbieter und alle Prepaid Tarife. Es macht also keinen Unterschied, ob man eine Telekom Netz Sim nutzt, eine Vodafone Prepaid Karte oder eine Prepaid Sim im O2 Netz.
Gilt der EU Tarif auch für Prepaid Karten?
Der EU-Tarif gilt in der Regel auch für Prepaid-Tarife. Das bedeutet, dass Sie mit Ihrer Prepaid-SIM-Karte innerhalb der Europäischen Union und des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) in der Regel zu den gleichen Konditionen telefonieren, SMS schreiben und surfen können wie in Ihrem Heimatland. Es fallen also keine zusätzlichen Roaming-Gebühren an.
Was bedeutet das konkret für Sie als Prepaid-Kunde?
- Flexibilität: Sie können spontan ins Ausland reisen, ohne sich vorher um komplizierte Roaming-Optionen kümmern zu müssen.
- Kostenkontrolle: Durch das Aufladen mit festen Beträgen behalten Sie die Kontrolle über Ihre Ausgaben.
- Unkomplizierte Nutzung: Sie können Ihr Smartphone ohne Einschränkungen nutzen, als wären Sie zu Hause.
- Faire Konditionen: Sie profitieren von den gleichen fairen Preisen und Bedingungen wie Kunden mit Vertragslaufzeit.
Worauf sollten Sie achten?
- Anbieterabhängig: Obwohl die Regelung für Prepaid-Tarife grundsätzlich gilt, können einzelne Anbieter dennoch spezifische Bedingungen oder Einschränkungen haben. Es lohnt sich daher, die genauen Vertragsbedingungen Ihres Prepaid-Anbieters zu prüfen.
- Datenvolumen: Bei Prepaid-Tarifen kann das im Ausland verfügbare Datenvolumen begrenzt sein. Informieren Sie sich daher vor Reiseantritt über Ihr Inklusivvolumen.
- Sonderleistungen: Manche Sonderleistungen wie Premium-Rufnummern oder spezielle Dienste können zusätzliche Kosten verursachen.
Der EU-Tarif macht das Reisen innerhalb Europas mit einer Prepaid-SIM-Karte noch attraktiver. Durch die Abschaffung der Roaming-Gebühren können Sie Ihr Smartphone unbeschwert nutzen, ohne hohe Kosten befürchten zu müssen. Achten Sie jedoch auf die individuellen Bedingungen Ihres Anbieters, um eine angenehme Reise zu gewährleisten.
Norwegen und die Schweiz sind nicht in der EU – gilt der EU Tarif dennoch?
Nein, der EU-Tarif gilt nicht für die Schweiz und Norwegen, obwohl diese beiden Länder oft als sehr eng an die EU angebunden wahrgenommen werden.
Warum gilt der EU-Tarif nicht für die Schweiz und Norwegen?
- Keine EU-Mitgliedschaft: Obwohl die Schweiz und Norwegen Mitglieder des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) sind, gehören sie nicht zur Europäischen Union.
- Eigene Mobilfunknetze: Beide Länder haben ihre eigenen, unabhängigen Mobilfunknetze und setzen eigene Tarife fest.
Was bedeutet das für Reisende in die Schweiz und Norwegen?
- Zusätzliche Roaming-Gebühren: Wenn Sie mit Ihrem deutschen Mobilfunkvertrag in die Schweiz oder nach Norwegen reisen, fallen in der Regel zusätzliche Roaming-Gebühren an.
- Sonderangebote: Viele Anbieter bieten spezielle Roaming-Pakete oder -Optionen für diese Länder an. Es lohnt sich, vor Reiseantritt die Angebote Ihres Anbieters zu vergleichen.
Während Sie innerhalb der EU von den Vorteilen des EU-Tarifs profitieren können, müssen Sie für Reisen in die Schweiz und Norwegen in der Regel zusätzliche Kosten einkalkulieren. Es lohnt sich, die verschiedenen Optionen sorgfältig abzuwägen und sich vor Reiseantritt über die besten Möglichkeiten zur Nutzung Ihres Mobiltelefons zu informieren.
Für alle anderen Länder der Welt gibt es spezielle Auslandstarife (auch als Prepaid Angebote).
Wie sind die Regelungen für EU Roaming in UK, Schweiz und in Norwegen?
Die Regelungen für Roaming in diesen drei Ländern unterscheiden sich grundlegend aufgrund ihres jeweiligen rechtlichen Status gegenüber der EU. Hier ist die Übersicht der aktuellen Konditionen:
1. Norwegen (EWR-Mitglied)
Norwegen ist Teil des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR).
- Status: Die EU-Roaming-Verordnung („Roam like at Home“) findet hier vollumfänglich Anwendung.
- Konditionen: Mobilfunkverträge werden zu denselben Bedingungen wie im Inland genutzt. Telefonate, SMS und Datenvolumen (unter Berücksichtigung der Fair-Use-Policy) verursachen keine Zusatzkosten.
2. Vereinigtes Königreich (UK)
Trotz des Austritts aus der EU (Brexit) bleibt die Situation für Mobilfunknutzer weitgehend stabil:
- Status: Es besteht keine gesetzliche Verpflichtung mehr zur Kostenfreiheit, jedoch handhaben die großen deutschen Netzbetreiber das UK weiterhin kulanterweise wie ein EU-Land.
- Konditionen: In den meisten Tarifen wird das UK in Länderzone 1 geführt, wodurch keine Roaming-Gebühren anfallen. Da es sich um eine freiwillige Leistung der Anbieter handelt, empfiehlt sich ein Blick in die aktuelle Preisliste des jeweiligen Vertrags.
3. Schweiz (Drittstaat)
Die Schweiz gehört weder zur EU noch zum EWR und unterliegt nicht der EU-Roaming-Verordnung.
- Status: Die Schweiz wird in der Regel in Länderzone 2 eingestuft.
- Konditionen: Ohne entsprechende Inklusiv-Optionen im Vertrag entstehen oft hohe Kosten, insbesondere für mobiles Internet.
- Ausnahmen: In vielen Premium-Tarifen oder speziellen Geschäftskundenverträgen ist die Schweiz als Inklusiv-Land enthalten. Ist dies nicht der Fall, ist die Buchung eines Datenpakets oder das Deaktivieren des Datenroamings ratsam.
| Land | Kategorie | Kostenstatus |
| Norwegen | EWR | Kostenfrei (Reguliert) |
| UK | Drittstaat | Meist kostenfrei (Kulanz) |
| Schweiz | Drittstaat | Kostenpflichtig (außer Sonderoptionen) |
In Grenzregionen zur Schweiz besteht zudem das Risiko eines „unbeabsichtigten Roamings“, wenn sich Mobiltelefone automatisch in das stärkere Schweizer Netz einwählen. Eine manuelle Netzwahl in den Geräteeinstellungen verhindert ungewollte Kosten.
Ich schreibe bereits seit 2006 rund um die Themen Prepaid, Mobilfunk und Kommunikation und begleite die Entwicklungen auf dem Markt seit dieser Zeit intensiv und durchaus auch kritisch: Preisanpassungen, neue Tarifstrukturen wie die Datenautomatik oder immer mehr Datenvolumen haben nicht nur Vorteile. Das Internet hat in diesem Segment viel verändert und ist zu einer wichtigen Informationsquellen geworden, die vielfach die Mobilfunk-Fachgeschäfte abgelöst hat. Sollte es Fragen oder Anmerkungen zum Artikel geben – gerne in den Kommentaren oder auch direkt in den soazialen Netzwerken. Mehr zu mir: Wer schreibt hier?
die eu hat auslandstarife mehrmals gesenkt,was ist mit sondernummern warum wird dort nichts getan