Die Marke freenetmobile im klassischen Sinne wurde im Zuge einer großen Umstrukturierung des Mutterkonzerns eingestellt. Der entscheidende Stichtag hierfür war der 13. Juli 2022. Zu diesem Zeitpunkt hat die Freenet AG beschlossen, ihre verschiedenen Mobilfunkmarken – allen voran die sehr bekannte Hauptmarke mobilcom-debitel, aber eben auch die dazugehörigen Ableger – komplett zu vereinheitlichen und die „Markendualität“ zu beenden. Seit diesem Tag wurden die Tarife und Angebote zentralisiert und fortan direkt unter der einheitlichen Hauptmarke „Freenet“ (bzw. Freenet Mobilfunk) weitergeführt. Einzelne spezifische Tarifoptionen aus der freenetmobile-Ära, wie etwa der alte 8-Cent-Prepaid-Tarif, wurden sogar schon deutlich früher, im Frühjahr 2018, für Neukunden eingestellt.
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Mittlerweile hat die Umstellung auch Freenetmobile erreicht und die Webseite des Unternehmens ist seit einigen Wochen nicht mehr zu erreichen. Es gibt inzwischen aber auch bessere Angebote auf dem Markt, wir empfehlen stattdessen besser die Congstar Prepaid Sim oder die Vodafone Callya Freikarte (unter anderem als kostenlose Sim Karte und auch bereits mit schnellem 5G) zu nutzen. Generell scheint Freenet Mobile nicht mehr auf Prepaid Angebote zu setzen.
Die Callya Tarife als Alternative im Überblick:
| Tarif | Datenvolumen | Preis (pro 28 Tage) | Besonderheiten |
| CallYa Start | 1 GB | 4,99 € | Einsteiger-Tarif, 5G inklusive |
| CallYa Allnet Flat S | 10 GB | 9,99 € | Inklusive 200 Freiminuten/SMS von DE ins EU-Ausland |
| CallYa Allnet Flat M | 20 GB | 14,99 € | Inklusive 500 Freiminuten/SMS von DE ins EU-Ausland |
| CallYa Allnet Flat L | 35 GB | 19,99 € | Inklusive 500 Freiminuten/SMS von DE ins EU-Ausland |
| CallYa Black | Unbegrenzt | 79,99 € | Endloses Datenvolumen (unlimitiertes 5G/4G) |
Warum bietet Freenet Mobile keine Prepaid Tarife mehr an?
Freenet Mobile hat seine Prepaid-Angebote aus mehreren Gründen eingestellt, die sich aus strategischen und marktbezogenen Entwicklungen ergeben. Ursprünglich bot Freenet Mobile – früher unter dem Namen Mobilcom-Debitel – eigene Prepaid-Tarife an, teilweise im Netz von o2. Diese Tarife wurden jedoch zunehmend aus dem Fokus genommen und schließlich ganz eingestellt.
Ein zentraler Grund ist die Konzentration auf Vertragstarife und Postpaid-Modelle, die für Anbieter wirtschaftlich attraktiver sind. Prepaid-Tarife bringen zwar Flexibilität für Kunden, erfordern aber mehr Verwaltungsaufwand und bieten weniger langfristige Kundenbindung. Zudem war die Nachfrage nach den spezifischen Freenet-Prepaid-Produkten zuletzt gering, was laut Freenet zu einer „verhältnismäßig kleinen Anzahl an Kündigungen“ führte.
Ein weiterer Faktor ist die technische Umstellung und Netzmigration. Viele der alten Freenet-Prepaid-Karten liefen über das o2-Netz und stammten noch aus früheren Kooperationen mit E-Plus oder debitel. Im Zuge der Netzfusionen und Plattform-Neustrukturierungen konnten diese Altverträge nicht mehr sinnvoll integriert werden, weshalb sie zum 30.11.2024 gekündigt wurden.
Bestandskunden konnten ihre Karten zwar noch eine Zeit lang nutzen, aber eine Reaktivierung oder Neubestellung war nicht mehr möglich. Für die Auszahlung von Restguthaben wurde ein spezielles Formular bereitgestellt, und die Rufnummernportierung musste über Telefónica abgewickelt werden – ein Hinweis darauf, wie komplex die technische Trennung war.
Kurz gesagt: Freenet Mobile hat sich aus dem Prepaid-Markt zurückgezogen, um sich auf lukrativere Vertragsmodelle und moderne Marken wie freenet FUNK zu konzentrieren. Wer weiterhin Prepaid nutzen möchte, findet bei Klarmobil, Congstar oder ALDI Talk gute Alternativen.
Das Netz des Freenetmobile – 8-Cent Tarif
Über lange Zeit war bei Freenetmobile (sowie bei Klarmobil und auch bei Callmobile aus der selben Unternehmensgruppe) schwer zu erkennen, welches Netz die Tarife nutzen. Das Unternehmen hat hier nachgebessert. Zwar muss man immer noch tief in die Vertragsdetails schauen, aber zumindest gibt es in den Details mittlerweile den Hinweis, dass Freenetmobile mit dem 8 Cent Tarif das Netz von Vodafone nutzt. Damit bekommt man Zugang zum gut ausgebauten D2 Netz (das beispielsweise auch BILDmobil oder Otelo nutzen).
Ich schreibe bereits seit 2006 rund um die Themen Prepaid, Mobilfunk und Kommunikation und begleite die Entwicklungen auf dem Markt seit dieser Zeit intensiv und durchaus auch kritisch: Preisanpassungen, neue Tarifstrukturen wie die Datenautomatik oder immer mehr Datenvolumen haben nicht nur Vorteile. Das Internet hat in diesem Segment viel verändert und ist zu einer wichtigen Informationsquellen geworden, die vielfach die Mobilfunk-Fachgeschäfte abgelöst hat. Sollte es Fragen oder Anmerkungen zum Artikel geben – gerne in den Kommentaren oder auch direkt in den soazialen Netzwerken. Mehr zu mir: Wer schreibt hier?
Guten Tag,
Eine frage, ist das Angebot mit dem Nokia N96 mit dem Tarif für 14,95 Euro im Monat auch ohne Schufaauskunft möglich? Über eine baldige Antwort von ihnen wäre ich sehr erfreut.
Mfg E. Gortan
Leider wird nirgends angezeigt, wo man Prepaidkarten zum Aufladen kaufen kann oder ob es über Freenet online möglich ist
MfG
Ingolf Kuhn
Freenet nutzt die normalen Loop Up Karten zum Aufladen der Karten. Unter anderem funktioniert aber auch die Aufladung am Bankautomaten.
Hallo !
Wie funktioniert ein Tarifwechsel bei einer Freenet-Prepaid-Karte vom alten Tarif in den 9 cent Tarif (aktueller Prepaidtarif) ?
Gruss
Axel