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Die Smartphone-App als Navi – Mit Onlinenavigation wird’s schnell teuer


Beim ersten Lesen klingt es toll: Durch regelmäßiges Abfragen von Staus kann die Route angepasst werden, Kartendaten werden dauerhaft aktuell gehalten und alle paar Minuten werden Verkehrsinfos aktualisiert. So funktionieren viele Apps fürs Smartphone, die in manchen Autos das Navi schon vollständig ersetzen. Immer wissen, wo es sich gerade staut, und niemals befürchten müssen, dass die Karten veralten.

Oft bleibt aber ein Haken an der Sache. Und den findet man nur, wenn man gezielt die AGB und das Kleingedruckte durchstöbert. Sehr viele Navi-Apps haben zwar die benötigten Karten auf dem Handy gespeichert, sie berechnen ihre Routen aber trotzdem online. Oder sie rufen dauerhaft aktuelle Staudaten aus dem Internet ab und verursachen damit Traffic. Wer dann keine Flatrate hat, zahlt für jede Routenberechnung und für jede Aktualisierung. Und sogar mit Flatrate kann es ein böses Erwachen geben: Im Ausland zählt die Flat nämlich nicht. Wer das vergisst und sich trotzdem den Weg berechnen lässt, erlebt schnell ein böses Erwachen.

Trotzdem gibt es einige Handyapps mit sogenannter Onboard-Navigation. Das heißt, dass die Karten auf dem Handy gespeichert sind und auch die Routenberechnung offline erfolgt. Dann ist keine Verbindung ist Internet nötig, für die Nutzung entstehen also keine Kosten. So zum Beispiel die App NavDroyd, die mit gespeichertem Kartenmaterial kommt und alle Routenberechnungen direkt offline auf dem Handy vornimmt.

Ob eine App ihre Routen online, also mit Trafficverbrauch, berechnet oder nicht, darüber sollte man sich vor der Nutzung unbedingt informieren. Denn selbst wenn ein Anbieter eine App, die es zum Handy vielleicht sogar kostenfrei dazu gab, mit “vorinstallierten Karten” bewirbt, heißt das noch lange nicht, dass auch die Routenberechnung offline erfolgt.

Veröffentlich am: 27.Sep 2011

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