Telekom Prepaid: Kündigung bei inaktiven Karten – das kann man tun

 

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Telekom Prepaid: Kündigung bei inaktiven Karten – das kann man tun – Die Telekom hat die älteren Xtra Prepaidkarten mittlerweile in fast allen Bereichen durch die neuen MagentaMobil Prepaid Simkarten ersetzt und dabei vor allem im Bereich der Datenübertragung und des LTE sowie 5G Zugangs viele Neuerungen eingeführt. Beim Nutzungszeitraum hat sich dagegen wenig geändert. Auch die neuen Simkarten werden von der Telekom nicht ewig weiter geführt, sondern es gibt Kündigungen, wenn man sie nicht mehr nutzt und kein Guthaben mehr nachlädt. Leider ist die Telekom hinsichtlich des Zeitraums der Abschaltung recht schweigsam. Direkt in den FAQ findet man nichts dazu, im Hilfe-Forum des Unternehmens gibt es aber Details. Dort schreibt ein Mitarbeiter:

… der Termin bis zur spätesten nächsten Aufladung ist 23 Monate + 1 Tag. Danach wird die Xtra-Card mit einer Frist von einem Monat gekündigt. Wird in dieser Zeit weiterhin kein neues Guthaben aufgeladen und der Prepaid-Vertrag ist beendet, kann er innerhalb von drei Monaten wieder reaktiviert werden….

Bei den neuen MagentaMobil Prepaid Telekom Tarifen liegt die Frist ähnlich. Andere D1 Prepaid Anbieter haben aber andere Regelungen, die Hinweise hier gelten also nur wirklich direkt für die Prepaid Angebote der Telekom.

Wie funktioniert die Abschaltung in der Praxis?

Die Verbraucherzentrale Schleswig Holstein hat darauf in einer Mitteilung darauf hingewiesen, dass Prepaid Kunden der Telekom derzeit wieder Schreiben erhalten in denen die Kündigung der Prepaid Karte angedroht wird, falls kein Guthaben nachgeladen würde. Solche Schreiben verschicken Provider gerne um ihre Kunden wieder zu etwas Aktivität zu zwingen und um zu erreichen, dass ein Teil der inaktiven Karten möglicherweise doch wieder genutzt wird.

Die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass diese Vorgehensweise jedoch nach ihrer Auffassung keinerlei Rechtsgrundlage in den AGB der Telekom hätte. In den AGB der Telekom für Prepaid Karten ist unter Punkt 8.1 festgehalten:

Das Vertragsverhältnis beginnt mit Freischaltung der SIM-Karte und läuft auf unbestimmte Zeit.

Allerdings ist in Punkt 8.2 auch ein Kündigungsrecht für die Telekom niedergeschrieben:

Das Vertragsverhältnis kann durch den Kunden ohne Einhaltung einer Frist und durch die Telekom mit einer Frist von einem Monat gekündigt werden.

Falls die Karten also tatsächlich deaktiviert bzw. gekündigt werden dürfte es für die Kunden schwierig werden, dies wieder rückgängig zu machen. Lediglich auf einer Auszahlung des Guthabens können die Kunden bestehen. Prepaid Guthaben darf mittlerweile nicht mehr ersatzlos verfallen sondern muss wieder ausgezahlt werden. Zumindest darauf können Kunden  der Telekom pochen, wenn ihre Prepaid Karten deaktiviert wurden.

Wer seine Xtra Prepaid Karte als Notrufkarte nutzt sollte daher ein eventuelles Schreiben der Telekom ernst nehmen. Sonst könnte es im Notfall sein, dass die Karte deaktiviert wurde und kein Notruf mehr möglich ist. Es reicht eine Aufladung, um die Karte weiterhin aktiv zu halten. Allerdings ist nicht gesagt, wann das nächste Schreiben der Telekom mit einer solchen Aufforderung kommt. Eventuell lohnt es sich ja bereits jetzt einen anderen Anbieter im Netz von D1 (Telekom) ins Auge zu fassen. Eine Überblick über weiter Prepaid Tarife bei D1 gibt es hier: D1 Prepaid.

Die Auszahlung des Guthaben ist aber auch bei gekündigten Simkarten möglich

Auch wenn die Simkarten gekündigt wurden und nicht mehr aktiv sind, haben die Kunden ein Recht darauf, dass ihr bestehendes Guthaben ausgezahlt wird. Dieses Guthaben darf nach höchstrichterlichen Urteilen nicht mehr einfach so verfallen. Die Telekom hat zur Auszahlung des Guthabens hier ein passendes Formular bereits gestellt.




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