Prepaid Vergleich

Die besten und günstigsten Prepaid Karten auf dem deutschen Markt in der Übersicht: Wir haben verglichen!
zum Prepaid Vergleich

Prepaid Surfstick

Prepaid Surfsticks ohne Vertragsbindung, dafür mit günstigen Tarifen für den Zugang zum mobilen Internet
zu den Prepaid Surfstick

Prepaid Flatrates

Flatrates ohne längeren Vertrag auf Prepaidbasis in alle Netze oder nur zu bestimmten Anbietern.
zu den Prepaid Flat

Handytarife

Handytarife in allen Netzen auf Rechnung im Überblick - die Alternative zu Prepaid und macnhmal sogar billiger!
zu den Handytarifen


Nur noch kurze Zeit: Prepaid mit 6 Cent Tarif
zum Sonderangebot

Nur noch kurze Zeit: D1-Netz Qualität!
zum Sonderangebot

Nur noch kurze Zeit: 70 Euro Guthaben
zum Sonderangebot

Nur noch kurze Zeit: LTE Flat nur 9.99 Euro
zum Sonderangebot

Nur noch kurze Zeit: 1GB für dauerhaft 9,95€
zum Sonderangebot

apple-1281744_1280

Darf Prepaid Guthaben verfallen? Ein Überblick

Darf Prepaid Guthaben verfallen? Ein Überblick – Darf Prepaid Guthaben noch verfallen und dürfen Anbieter Karten einfach so deaktivieren? Viele Kunden sind in diesen Punkten unsicher – hier eine kleine Übersicht zum aktuellen Stand der Urteile.

Noch vor einigen Jahren war es Gang und Gebe, das Prepaid Guthaben nach einer gewissen Zeit nicht mehr gültig war und ersatzlos gestrichen wurden. In den Jahren 2006 und 2007 gab es eine Reihe von Urteilen, in denen genau diese Praxis untersucht wurde – meistens mit einem positiven Urteil zugunsten der Kunden.

So wurde es O2 vom Oberlandesgericht München (AZ: 29 U 2294/06) untersagt, Prepaid Guthaben von Kunden einfach so ersatzlos zu streichen. Die entsprechenden Klauseln in den AGB wurden für nichtig erklärt. Im Urteil (Volltext) heißt es dazu:

Solche Ausschlussfristen sind, obwohl im Gesetz in aller Regel nicht vorgesehen, in weiten Bereichen üblich und werden unter Berücksichtigung der berechtigten Interessen der beiderseits Beteiligten häufig als nicht unangemessen anzusehen sein (vgl. z.B. BGH, Urteil vom 21. März 1991 -III ZR 94/89, NJW 1991, 1745; BGH NJW 01, 2635). Es ist eine Abwägung der beiderseitigen Interessen vorzunehmen. Im vorliegenden Fall ist der Verfall des Guthabens unter den in der Klausel angegebenen Voraussetzungen als unvereinbare Abweichung vom Äquivalenzprinzip anzusehen, weil die von der Beklagten ins Feld geführten Interessen nicht so schwer wiegen, dass der Verfall des Guthabens gerechtfertigt wäre.

Auch das Oberlandesgericht in München schloss sich dieser Sichtweise an und bestätigte die Rechtsauffassung der Vorinstanz. Die Richter hielten dabei fest (Volltext):

Eine Klausel, durch die der Kunde vorausbezahlte Leistungen nur im Rahmen der in der Klausel festgelegten zeitlichen Grenzen in Anspruch nehmen kann, stellt eine Abweichung von wesentlichen Grundgedanken der für schuldrechtliche gegenseitige Verträge geltenden Regeln des bürgerlichen Rechts, namentlich des vertraglichen Äquivalenzprinzips, dar.

Eine Klausel in den Allgemeinen Geschäftsbedigungen eines Mobilfunkanbieters, die den Verbrauch eines von dem Kunden vorausbezahlten und ausdrücklich als solches bezeichneten (Prepaid-)Guthabens einem bestimmten Zeitfenster unterstellt, statuiert der Sache nach eine Mindestumsatzverpflichtung, die dem Transparenzgebot (§ 307 Abs. 1 Satz 2 BGB) insbesondere dann zuwiderläuft, wenn ein Mobilfunkangebot als „Prepaid“-Angebot ohne Grundgebühr und ohne festgelegten Mindestumsatz beschrieben wird.

Insgesamt ist damit weitgehend geklärt, dass Prepaid Guthaben nicht einfach so gestrichen werden kann und der Verfall des Guthabens damit in den AGB nichts verloren hat. Mittlerweile (das Urteil ist ja bereits einige Jahre alt) haben auch alle Anbieter reagiert und diese Klauseln aus ihren AGB gestrichen.

Warum können Prepaid Karten dennoch deaktiviert und gekündigt werden?

Häufig jedoch wird dieses Urteil falsch interpretiert, denn es bedeutet nicht, dass Prepaid Guthaben oder Prepaid Karten nicht verfallen dürfen. Was durch das Urteil untersagt wird ist der ersatzlose Verfall von Guthaben. Natürlich haben aber weiterhin beide Vertragsparteien (also sowohl der Kunde als auch das Unternehmen) das Recht, den Vertrag zu kündigen. Bei Prepaid Tarifen wird hier oft sogar keine Frist gesetzt – rein theoretisch kannd er Kunde also immer kündigen, das Unternehmen oft nur mit einer gewissen Zeitverzögerung. Trotzdem ist immer eine Kündigung möglich.

Mittlerweile haben viele Anbieter in ihren AGB eine Klausel eingeführt nach der eine Karte automatisch gekündigt wird, wenn innerhalb einer bestimmten Zeitspanne (meisten 12-13 Monate) kein Gespräch geführt wird bzw. keine Aufladung vorgenommen wird. Dies ist soweit auch rechtlich unbedenklich, denn Guthaben auf den Karten wird auch nach einer Deaktivierung der Handykarte noch ausgezahlt.

In der Praxis bedeutet diese Regelung, dass man als Kunde leider kein Anrecht auf eine dauerhaft nutzbare Prepaid Karte hat. Wenn sie zu lange nicht genutzt wird, kann der Anbieter auch kündigen. Man hat aber in jedem Fall ein Anrecht auf des Guthaben, das man auf die Karte geladen wird. Kündigt der Anbieter, muss er dieses Guthaben in jedem Fall auszahlen.

Darf der Anbieter Gebühren für die Auszahlung verlangen?

Allerdings wird in der Regel nicht das gesamte Guthaben ausgezahlt. Besondere Guthaben aus Aktionen werden meistens abgezogen. Dazu waren einige Anbieter dazu übergegangen, bei der Auszahlung des Guthabens Gebühren zu verlangen – auch in diesen Fällen wurde nicht das gesamte Guthaben ausgezahlt. Es gibt mittlerweile aber auch bereits Urteile, nach denen Gebühren für die Auszahlung des Prepaid Guthabens nicht rechtens sind. So haben die Richter am OLG Schleswig (Az. 2 U 2/11 aus 2012) sehr kundenfreundliche geurteilt:

Die Bestimmung über die Erhebung einer Gebühr für die Auszahlung des Restguthabens (Ziffer 4.9 der Prepaid-​AGB), die nach der Preisliste 6,00 € betragen soll, unterliegt ebenfalls der Inhaltskontrolle (1) und ist unwirksam (2). … Die Auszahlung eines Restguthabens nach Beendigung des Vertrages ist indes keine echte Leistung, für die die Beklagte durch Allgemeine Geschäftsbedingungen ein Entgelt verlangen darf. Die Beklagte hat sich nicht lediglich rechtsgeschäftlich in Ziffer 4.9 Satz 1 ihrer Prepaid-​Bedingungen zur Auszahlung bereit erklärt, sondern wäre dazu ohnehin verpflichtet.

Damit sind solche Gebühren mittlerweile auch nicht mehr zulässig.

Die Zusammenfassung

Einen ersatzlosen Verfall von Guthaben gibt es damit auf jeden Fall nicht mehr, eine unbegrenzte Laufzeit von Karten aber eben auch nicht. Letzteres zu erwarten dürfte wohl aber auch illusorisch sein: Kein Gericht kann einen Anbieter zwingen, Verträge auf ewig abzuschließen. Insbesondere da mit den Prepaid Karten auch Kosten für den Anbieter verbunden sind wird es immer wieder Deaktivierung von inaktiven Karten geben.

Links zu diesem Thema:




There are 23 comments

Add yours
  1. Fritz

    Hallo,

    Natürlich kann es nicht sein, dass Guthaben einfach gestrichen und gelöscht wird, ist ja schliesslich für einige auch hat verdientes Geld. Ok das mit der Simkartengültigkeit machen ja jetzt schon viele so, auch ich war davon schon betroffen. Zum Glück erhält man da vorher eine SMS und hat genug Zeit zum aufladen.

    Wie auch immer : Glückwunsch zu diesem super Blog. Klasse Themen, Immer Top-Aktuell und ein perfektes Design. Weiter so ! Wer auf diese Seite stößt, muß einfach drin herumstöbern. . Also gratulation zu dieser top page, mögen sie noch viele online besucher schnell finden und sich daran erfreuen

  2. p.scharrenbroch

    Sehr geehrte Damen und Herren .Habe eine frage weg dem aufladen der karte.Mein guthaben ist leer.Und ich bekomme die karte nicht neu geladen.Habe mir für 15 euroFree&Easy auflad guthaben gehollt.was kann ich jetzt machen

  3. Prepaid Team

    Es hört sich so an als wäre die Karte deaktiviert worden weil sie zu lange inaktiv war 🙁

    In dem Fall kann eventuell noch die Eplus Kundenhotline helfen, möglicherweise ist die Karte aber mittlerweile auch ganz verfallen.

  4. Biggi

    Danke für die wertvolle Info.Das meinen Eltern geschenkte prepaid handy hat mir schon Sorge bereitet, da sie es leider so gut wie nie nutzen – ist nur für Notfälle gedacht. Gut, dass das Guthaben nicht verfällt!
    CU Biggi

  5. Dirk

    Wer sein Handy über 12-13 Monate wirklich nicht nutzt, kann es aber wirklich deaktivieren lassen und ganz drauf verzichten! Wenn also ersichtlich wird, dass man sein Handy nicht (mehr) nutzt, sollte man den Anbieter direkt ansprechen und das Ding gleich deaktivieren bzw. Guthaben auszahlen lassen. Ich würde es jedenfalls so versuchen!

  6. Olaf

    Also ich versteh auch, dass nach langer Nichtnutzung die Anbieter das letztendlich deaktivieren wollen. Da wird ja eine Nummer blockiert. Andereseits ist es natürlich auch so dass es wirklich Nutzer gibt die eben das Handy nur für Notfälle haben – prepaid ist da die billigste Lösung und der verfall des Guthabens ist dann sozusagen doch wieder eine konstante Gebühr. Solange es aber entsprechend günstige Auflademöglichkeiten gibt find ich das OK. Wann da alle 6 Monate eben auch ein Aufladen über 10 Euro verlangt wird halt ich das nicht für übertrieben – ist weniger als 2 Euro pro Monat.
    Interessant find ich, dass es da Gerichtsurteile gibt. Hat da jemand so viel Kohle auf einem Prepaidhandy aufgeladen und nach Zeitablauf verloren, oder wird da wegen 10 oder 20 Euro ein ganzes Gerichtsverfahren durchgeführt?

  7. Robert

    Ich hab auch mal ein Handy gehabt, was ich lange nicht mehr benutzt habe, das dort gespeicherte Guthaben ist auch verfallen. War vor drei Jahren .-( Kannst du nix machen, außer zeitig abtelefonieren 🙂

  8. Mubse

    Hallo,

    vielleicht kann mir hier jemand antworten…. Mein o2 Prepaidhandy wurde am 10.12.08 aktiviert. Habe bis jetzt nur eine SMS geschrieben. Nun wollte ich es wieder nutzen aber mein Guthabenkonto wo vorher 5€ drauf waren ist nun leer;-((( Ich bekam leider keine SMS mit der Info das es wohl nach 6Monaten hinfällig ist…. Ist das Rechtens??

    Wie lange wäre ich jetzt noch erreichbar falls ich kein Guthaben mehr auf lade bis es evtl. deaktiviert wird???

    Danke schonmal für Eure Antworten!

  9. Prepaid Team

    Die neueren O2 Karten haben keine Laufzeit, sind also unbefristet gültig auch wenn kein Guthaben aufgeladen ist. Allerdings behält sich O2 vor mit einer Frist von 90 Tagen kündigen zu können.

  10. Fischer Heinrich

    Habe vor langer Zeit eine Prepaidkarte bei mobil-com aufgeladen-weiß aber nicht mehr welchen Tarif ich gewählt habe-weiß nur daß die Gesprächsminute teuer ist-telefonische Erfragung bei mobil-com ist fast unmöglich und ohnehin sehr sehr teuer-bei email gehts nur mit Ausfüllen von Vordrucken und klappt auch nicht.Was soll ich machen um eventuell auf einen günstigeren Tarif umsteigen zu können.Mein Guthaben beträgt noch 14,85€?

  11. Prepaid Team

    In dem Fall würde ich den kompletten Umstieg auf eine Discounterkarte raten samt Mitnahme der alten Rufnummer. Bei Blau.de und Simyo gibt es derzeit 25 Euro Startguthaben Bonus wenn man die alte Rufnummer mitbringt, damit sind die Kosten für die Umstellung fast gedeckt.

  12. N.N.

    @ Fischer Heinrich
    Unter vodafone.de/infofaxe/499.pdf finden sich die Tarifdetails zu Red, Blue und White sowie die Zeile „Bei der 22 0 44 oder der 22 999 QuickCheck Kurzwahl können Sie sich auch jederzeit kostenlos ansagen lassen, in welchem CallYa-Tarif Sie aktuell telefonieren“. Bei mir kam (Mobilcom-)CallyaRed bei raus, was ich vorher allerdings auch schon wusste. Unter Hilfe & Support -> Infocenter -> InfoDoks -> Tarife auf der Vodafone-HP gibt es auch zu anderen Vodafone/Mobilcom-Tarifen solche pdf ’s. Würde mich freuen, wenn Du fündig wirst und hier Bescheid gäbst. Dann wärst Du schon mal einen Schritt weiter. Soweit ich weiss, sind mittlerweile 10 Tarifwechsel kostenlos bei Mobilcom. Der momentane CallYa-Tarif nennt sich „5/15“.

  13. Uranus

    ich gehöre zu den e-plus prepaid-kunden, die das handy nur für notfälle nutzen. lade es damit es nicht deaktiviert wird regelmäßig ca. alle 6 monate mit 15€ auf. guthaben hat sich mittlerweile auf etwa 100€
    summiert. möchte gern auf neues handy umsteigen, zumal verbindungsaufbau am wohnort sehr dürftig ist.
    ist ihnen bekannt wie sich e-plus in bezug auf rückerstattung des guthabens verhält?

  14. Kürschner

    Komme eben vom E-Plus-Laden.
    Habe vorgestern telefonieren wollen und bekam die Ansage, meine Prepaid-Karte wäre deaktiviert, ein Anruf war nicht möglich. Bekam am darauffolgenden(!) Tag eine Mail „Ihre Prepaidkarte wird in den nächsten Tagen deaktiviert. Bitte laden Sie auf, um weiterhin erreichbar zu bleiben“. Mein Guthaben betrug etwa 25 EURO, war aber nicht mehr abfragbar, ein Anruf nicht mehr möglich. Meine letzte gesendete SMS war vor weniger als zwei Monaten.
    Auskunft im E-Plus-Laden: Ich müsste mindestens noch einmal für 15 EURO aufladen, dann wäre mein altes Guthaben wieder da. Was ich wohl oder übel gemacht habe, das Guthaben ist wieder abrufbar.

    Ich fühle mich abgezockt!

  15. Kürschner

    Ergänzung: Die letzte Aufladung war vor gut 6 Monaten. Laut Auskunft von E-Plus verfällt das Guthaben nach 6 Monaten (Ausnahme: siehe oben).

  16. Helga Schurig

    Habe ein Prepaid-Handy (Aldi-Tarif)
    Die Aktivität meiner Karte ist abgelaufen. Mein Guthaben beträgt noch ca.25,00 Euro und das letzte Gespräch war im Mai 2010. Was muß ich tun um die Karte wieder zu aktivieren ?

  17. Prepaid Team

    Soweit ich weiß lässt sich eine deaktivierte Karte bei ALDI nicht mehr aktivieren, man kann maximal versuchen das Guthaben auszahlen zu lassen 🙁

  18. Karl Machauf

    Ihr wollt mein Simyo-Guthaben löschen? Letztes Jahr bekam ich den Hinweis, daß ich nicht damit telefoniere. Habe also aufgeladen. Jetzt ist Guthaben drauf und ihr wollt es verfallen lassen? Was ist mit den aktuellen Gerichtsurteilen?Wird das Restguthaben eigentlich ausbezahlt? Bitte um Antwort.

  19. Prepaid Team

    Das Guthaben darf nach wie vor inaktiv werden, nur ersatzlos verfallen darf es nicht mehr. Simyo muss das Guthaben also wieder auszuahlen und auf Anfrage ist das auch problemlos möglich.

  20. Peter

    Zitat von oben: „ebenso gibt es häufig eine Bearbeitungsgebühr für die Auszahlung von Guthaben. Auch hierzu gibt es noch keine Urteil.“
    Doch,…“ zudem darf die Auszahlung von Restguthaben nicht kostenpflichtig sein. (Landgericht Kiel, AZ.: 18 O 243/10)“
    .Zitat von Dr. Michael Schreier, der schrieb exclusiv in HÖRZU Nr.20 vom 13.05.2011, auf Seite 19 unter §7 PREPAID-KARTE..

  21. Max

    Wie sieht es mit Aktionsguthaben aus, gibt es da schon Urteile? Habe bei VZmobil rund 90 Euro noch an Guthaben, Großteil davon durch Kunden-werben-Kunden-Programm, da ich viele Freunde für VZmobil geworben habe.

    Dafür gab es dann jeweils 5 Euro-Guthaben als Dankeschön. Nach Auskunft der VZmobil-Hotline würde man mir dieses durch Kundenwerbung rechtmäßig verdiente Geld nicht auszahlen, es würde zum 1. Februar 2012 ersatzlos verfallen, da VZmobil zum 01.02. seinen Dienst einstellt.

    Ist das so rechtmäßig bzw. muss ich das so hinnehmen? Finde das ziemlich unfair, mein erworbenes Guthaben einfach so verfallen zu lassen…


Post a new comment