Wie die Rufnummernmitnahme zum neuen Anbieter reibungslos klappt

Wie die Rufnummernmitnahme zum neuen Anbieter reibungslos klappt –  Wer seinen Mobilfunkanbieter wechseln, aber nicht auf seine alte Nummer verzichten will, der beantragt bei der Bestellung der neuen Karte eine Rufnummernmitnahme. Oft gibt es im Laufe der Bestellung aber plötzlich Probleme und die Rufnummernmitnahme wird aus verschiedenen Gründen abgelehnt. Damit dies nicht passiert und alles reibungslos verläuft, haben wir eine allgemeine Anleitung zusammengestellt, auf was man bei einer Portierung unbedingt achten sollte.

Die Kosten wurden 2020 deutlich gesenkt

Seit 2020 liegen die Kosten für die Freigabe der Rufnummer durch den alten Anbieter bei nur noch 6,82 Euro. Das betrifft alle Mobilfunk-Anbieter in allen Netzen. Abweichungen davon sind nicht mehr zulässig.

Due Bundesnetzagentur schreibt dazu:

Für die Mitnahme einer Mobilfunkrufnummer darf ein Anbieter ab dem 20. April 2020 nur noch einen Betrag in Höhe von maximal 6,82 Euro (brutto) verlangen. Dies hat die Beschlusskammer 2 der Bundesnetzagentur am 20. April 2020 entschieden.

Sollte Ihr Anbieter ab dem 20. April 2020 einen höheren Betrag als 6,82 Euro für die Mitnahme einer Mobilfunkrufnummer verlangen, wenden Sie sich unter Hinweis auf die Entscheidungen der Bundenetzagentur bitte nochmals an Ihren Anbieter. Sollte Ihr Anbieter dennoch weiterhin an einer höheren Entgeltforderung festhalten, zeigen Sie dies der Bundesnetzagentur bitte an. Nutzen Sie bitte dafür das nachstehende Kontaktformular „Fachanfrage Anbieterwechsel“. Reichen Sie bitte auch die Rechnung ein.

Inzwischen haben aber alle Anbieter entsprechend umgestellt. Es gibt also an sich keine höheren Kosten mehr.

Was sollte man bei der Rufnummernmitnahme beachten?

Ehe man eine Portierung beantragt, sollte man überprüfen, ob die damals bei der alten Karte zur Bestellung angegebenen Daten noch korrekt sind. Wer seitdem umgezogen ist oder geheiratet hat, weshalb sich natürlich Name oder Adresse geändert haben, kann die alte Nummer nicht portieren lassen. Denn damit eine Portierung funktionieren kann, müssen die beim neuen Anbieter angebenen Daten mit denen beim alten absolut identisch sein. Daher muss man also zunächst einmal die Daten beim alten Anbieter aktualisieren lassen (dies ist teilweise kostenpflichtig). Am besten tut man das, bevor man eine Portierung beantragt.

Als Nächstes beantragt man die Kartenportierung. Wer von einem Prepaidanbieter wechselt, verschickt neben einer Kündigung auch eine Verzichtserklärung, damit der Anbieter weiß, dass man auf etwaiges Restguthaben verzichtet. Die meisten Prepaidanbieter buchen die Gebühr, die für die Portierung fällig wird und üblicherweise zwischen 25 und 30 Euro liegt, direkt vom Guthabenkonto ab. Für diesen Fall muss man im Voraus genug Geld auf das Guthabenkonto buchen. Einige wenige Anbieter (wie beispielsweise blau.de) lassen sich die Gebühr gesondert überweisen. Zu früh darf man aber nicht überweisen, sondern erst, wenn die Portierung bestätigt wurde – sonst wird das überwiesene Geld aufs Guthaben aufgebucht.

Wer von einem Vertragsanbieter aus wechselt und seinen Vertrag kündigt und die Rufnummer mitnehmen will, muss einige Fristen einhalten: Die Portierung kann frühestens vier Monate vor Ende und bis einen Monat nach Ende des Vertrags portiert werden. Damit man nicht tagelang ohne Handy dasteht, sollte man die Portierung am besten zwei bis vier Wochen vor Ablauf des Vertrages beantragen. Die fällige Gebühr wird dann einfach auf der letzten Rechnung mit abgerechnet.

Sobald man die Bestätigung hat, dass die Portierungsgebühr gezahlt wurde und die Nummer zur Portierung freigegeben wurde, kann man sich bei seinem neuen Anbieter eine Karte mit Rufnummernmitnahme bestellen und über diesen Anbieter die weiteren Schritte zur Portierung in die Wege leiten. Meistens dauert die Portierung nun noch einige Tage, in denen man die alte Karte aber weiter benutzen kann. Wer auf Nummer sicher gehen will, nutzt die neue Karte nicht vor dem angekündigten Portierungstermin. Zum Termin muss die neue Sim-Karte dann oft noch online freigeschaltet werden. Manchmal funktioniert das erst am Tag nach der Portierung.




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